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Beratung über sitzposition

09
April

Wichtige Tipps für Radfahrer

Radfahren ist gesund – doch ist der Drahtesel nicht richtig eingestellt, kann die Tour durch Stadt, Wald oder Wiesen zur Qual werden. „Wenn die Hände einschlafen, das Gesäß wehtut oder die Schultern schmerzen, stimmt etwas mit den Einstellungen nicht“, erläutert Detlef Torner von Zweirad Kliem in Ritterhude.

Für eine komfortable Fahrt gibt es zahlreiche Aspekte zu bedenken, weiß Detlef Torner. Erst vor kurzem hat er an der Fortbildung „Gesundheit auf zwei Rädern“ von Biometrie-Experte Dr. Kim Alexander Tofaute teilgenommen. Tofaute ist zweimaliger Vizeweltmeister im Mountainbike und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Ergonomie für Radfahrer und Radsportler.

Dass die Ergonomie beim Fahrradfahren nicht außer Acht gelassen werden darf, weiß Torner aus Erfahrung. „Jeder dritte Neukunde, der unseren Laden betritt, klagt über Probleme beim Fahren mit seinem alten Rad“, sagt Detlef Torner. Zu Hilfe kommt ihm bei der Beratung hauptsächlich ein Maßband. Hiermit ermittelt er je nach Körpergröße und Arm- und Beinlänge, welche Abstände Lenker, Sattel und Pedale zueinander haben müssen. Ob die Sitzposition eher sportlich oder eher gemütlich ist, entscheidet auch darüber, welcher Sattel-, Lenker- und Pedaltyp sinnvoll ist. „Bei einer sportlichen Position ist ein breiter und weicher Sattel eher ungünstig“, gibt Detlef Torner ein Beispiel.

Oft könne anhand der Einstellungen eine optimale Sitzposition erzeugt werden, manchmal komme man aber um einen Neukauf nicht herum. Zum Beispiel, wenn der falsche Fahrradtyp gewählt wurde. So sei es schwierig, bei einem Hollandrad einen Sattel-Pedal-Winkel zu erzeugen, der es leicht mache, einen Berg hoch zu fahren. Wer lange Strecken fährt, benötige das entsprechende Modell. „Das Rad muss zu den Bedürfnissen passen“, erläutert Detlef Torner. Am wichtigsten sei allerdings, dass sich der Kunde auf seinem Rad wohlfühlt. „Die Ergonomie verliert da an Gewicht, wo das Gefühl nicht stimmt.“ Wer immer zu tief gesessen, und sich mittlerweile daran gewöhnt hat, der brauche sich auch nicht mehr umzustellen.

Umso wichtiger sei es, auf dem neuen Rad ein paar Runden zu drehen, bevor man sich für den Kauf entscheidet, betont Detlef Torner.

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Quelle: Osterholzer Kreisblatt (Mein Verein) – Kim Wengoborski
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